Bau: ab 715 Marienkirche, von Bonifazius als Bischofskirche begründet // ab 860 dreischifiger Dom durch Bischof Anno, erneuert um 903 // ab 1159 fünfschiffiger Dom mit Doppelturmfassade, genannt „Mariendom“ // ab 1481 gotisches Gewölbe (ursprünglich romanisch) // ab 1619 Barockisierung // ab 1720er Rokkoko-Gestaltung durch die Gebrüder Asam: Farben der Fresken und des Stuck orientieren sich am Hochaltargemälde (1623) von Peter Paul Rubens // siehe auch: Mariendom //
Lebenszeit: 1791 – 1847 // Stile: Rundbogenstil Stationen: Rom – Neapel – Sizilian 1814 . 1819 // Professor der Baukunst an der Kunstakademie . 1819 . München // Direktor der Porzellanmanufaktur Nymphenburg . 1819 . München // Oberbaurat und Generalinspektor der architektonischen und plastischen Kunstdenkmäler Bayerns . 1830er . München // Direktor der Münchner Akademie . 1842 . München //
Bauwerke:Bayrische Staatsbibliothek . BJ 1832 . Gründung als Hofbibliothek in 1558 von Herzog Albrecht V. durch Ankauf zweier Sammlungen: Nachlass des österreichischen Juristen, Orientalisten und kaiserlichen Kanzlers Johann Albrecht Widmanstetter (Theologie, Philosophie, Rechtswissenschaft) und der Sammlung des Augsburger Patriziers Johann Jakob Fugger (Drucke und Handschriften aus Italien, Spanien, Niederlande // Kirche St. Ludwig . BJ 1829 . Bauherr: König Ludwig I. von Bayern . Lage: am „Kopf“ der Schellingstraße //
Bauwerke entlang des „Fürstenweg“ von der Residenz bis zum Schloss Nymphenburg – über Brienner Straße und Nymphenburgerstraße:
Residenz . BJ ab 1518 . Wohnsitz der Wittelsbacher . erster Bauherr: Herzog Wilhelm IV. von Bayern . dazugehörend: Renaissanceschloss / Kaiserhof. Hofgarten . Marstall . Allerheiligen-Hofkirche . Königsbau . Festsaalbau
Wittelsbacher Platz . BJ 1820 . Architekt: Leo von Klenze . Bauherr: König Ludwig I. von Bayern
Gebäude Briennerstraße28, zwischen Wittelsbacher Platz und Karolinenplatz:
Karolinenplatz . BJ 1809 . als Strahlenplatz konzipiert . Symbol der Beziehung zwischen Bayern und Frankreich . benannt nach der zweiten Frau von König Maximilian I. Joseph, Prinzessin Karoline von Baden, der ersten Königin von Bayern // Obelisk auf dem Karolinenplatz . BJ 1870 . Architekt: Leo von Klenze . Ehrenmal für die in Napoleons Russlandfeldung gefallenen Soldaten der Bayrischen Armee
Königsplatz . Konzeption: Karl von Fischer, 19. Jahrhundert . Bauherr König Ludwig I. von Bayern // Bauwerke: Propyläen . BJ 1854 . Architekt: Leo von Klenze . Entwurf nach den Propyläen der Akropolis . Symbol der Freunschaft zwischen Griechenland und Bayern . Denkmal für den Freiheitskampf Griechenlands . von Ludwig I. nach seiner Abdankung aus privaten Mitteln finanziert
Glyptothek . BJ 1816 . Architekt: Leo von Klenze . Bauherr: König Ludwig I. von Bayern . Sammlung antiker Skulpturen (Wittelbacher und Ludwig I.)
Staatliche Antikensammlung . BJ 1838 . Architekt: Georg Friedrich Ziebland . Bauherr: König Ludwig I. von Bayern . im Stil korinthischer Tempel entworfen . Sammlung: griechische, etruskische und römische Kunst
Lenbachpalais . BJ 1887 . Architekt: Gabriel von Seidl . Villa des Malers („Malerfürsten“) Franz von Lenbach
Alte Pinakothek . BJ 1826 . Architekt: Leo von Klenze . Bauherr: König Ludwig I. von Bayern . bei Eröffnung der größte Museumsbau der Welt . Sammlung: Mittelalte r bis Mitte 18. Jahrhundert . Bestände der Bayrichen Staastsgemäldesammlung . Gründung der Sammlung durch Herzog Wilhelm IV.
Schlosspark mit Schloss Nymphenburg . ab 1663 . Sommersitz der Kurfürsten und Könige von Bayern aus dem Hause Wittelsbach . Ausbau zum Sommerschloss 1701 . Bauherr: Max II. Emanuel von Bayern . Gründung der Nymphenburger Porzellanmanufaktur in 1747 durch Max III. Joseph von Bayern . Öffnung des Schlossparks für das Volk 1792 . Geburtsort Königs Ludwig II. von Bayern in 1845
Bauwerke der Ludwigstraße, München . Neo-Renaissance, Neo-Romanik, Rundbogenstil //
Residenz München. Bau: ab 1518 . Bauherr: Herzog Wilhelm IV von Bayern . Gebäude unten von Leo von Klenze, 19. Jh. //
Feldherrnhalle am Odeonsplatz . BJ 1841 . Denkmal für die Bayrische Armee . Architekt: Friedrich von Gärtner . Bauherr: König Ludwig I. von Bayern
Residenz und Tor zum Hofgarten
Residenz, Bazar und Feldherrnhalle
Theatinerkirche. BJ 1663 . Kirche St. Kajetan und Adelheid . Entwurf: Agostino Borelli . Auftraggeberin: Henriette Adelheid von Savoyen – als Dank für die Geburt eines Erbprinzen (Max II. Emanuel) – Gemahling von Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern (der Friedliebende)
Odeon. BJ 1826 . Konzert- und Ballsaal, heute Innenministerium (Bayern) . Architekt: Leo von Klenze . Bauherr: König Ludwig I. von Bayern
Bazar . BJ 1824 . Architekt: Leo von Klenze . Bauherr/Finanzier: Simon Freiherr von Eichthal
Haslauer-Block . BJ 1827 . Wohngebäude . heute auch Hochschule für Politik . Architekt: Leo von Klenze . Bauherr: König Ludwig I. von Bayern
Bayrisches Hauptstaatsarchiv . BJ 1824 . ursprünglich Königliches Kriegsministerium . umfasst Akten des Herzogtums, Kurfürstentums, Königreichs und des heutigen Freistaates Bayern . Architekt: Leo von Klenze . Bauherr: König Ludwig I. von Bayern
Lebenszeit: 1784 – 1864 // Stile: Neo-Renaissance, Klassizismus // Stationen: Hofarchitekt von König Jérôme Bonaparte . 1808 . Kassel // Privatarchitekt König Maximilian I von Bayern . 1815 . München // Hofarchitekt König Ludwig I von Bayern . 1825 . München //
Bauwerke:Glyptothek . BJ 1816 . Museum für antike Skulpturen . Königsplatz 3, 80333 München . Auftraggeber: König Maximilian I von Bayern // Alte Pinakothek . BJ // Ruhmeshalle . BJ // Monopteros, Englischer Garten // Siegestor . BJ // Befreiungshalle . BJ . Kehlheim // Festungsbau . BJ . Ingolstadt // Walhalla . BJ 1830 . Regensburg //
Bauherr: Herzog Wilhelm IV von Bayern // Gebäude unten von Leo von Klenze, 19. Jh. // dazugehörend: Renaissanceschloss / Kaiserhof. Hofgarten . Marstall . Allerheiligen-Hofkirche . Königsbau . Festsaalbau //
Von 1508 bis 1918: Wohn- und Regierungssitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige //
40.000 m2 Grundfläche: das größte Stadtschloss Deutschlands und eines der bedeutendsten Schlossmuseen Europas //
Antiquarium: größter Renaissancesaal nördlich der Alpen (67m lang); ab 1568 für die Antikensammlung (Erdgeschoss) und die Bibliothek (Obergeschoss) von Herzog Albrecht V. errichtet, 1580er Umgestaltung des Erdgeschoss-Saals zum Festsaal //
Albrecht V. ist Sammler und Kunstfreund, gilt als Begründer der Entwicklung Münchens zu einer Stadt der Künste //
Im Gewölbescheitel fürstliche Tugendallegorien + Veduten von bayerischen Städten und Bauten zur Markierung des fürstlichen Herrschaftsraums //
Sommerresidenz: gebaut anlässlich der Geburt Maximilian II. Emanuels (Max Emanuel) //
Max Emanuel war ab 1679 Kurfürst von Bayern; großer Feldherr (in Türkenkrieg); heiratet zuerst die Tochter Kaiser Leopolds I., Maria Antonia von Österreich, damit potenziell Anspruch auf spanischen Thron; danach Königstochter Therese Kunigunde von Polen // Mit seinen Architekten Joseph Effner (Régence) und später dessen Schüler François de Cuvilliés (ab 1708 für ME gearbeitet, zunächst im Exil in Brüssel; Rokoko) verstärkt sich der französische Einfluss in der höfischen Architektur, nachdem zuvor jahrzehntelang die italienische Barockkunst den Hof dominiert hatte. //
Cuvilliés: Abgesehen von dem Holnstein- (dem späteren erzbischöflichen) Palais sind es in München vor allem drei Werke, die innerhalb des europäischen Rokoko eine Leistung von einmaligem Rang darstellen: die 1944 zerstörten (Innenausstattung zum Teil erhalten) Reichen Zimmer (1730–37) in der Residenz // Amalienburg im Nymphenburger Schloßpark (1734–39), in der das höfische Ideal des Rokoko, das „Maison de plaisance“ in nicht zu überbietender Weise verwirklicht wurde // 1944 zerstörte (Innendekoration erhalten) prachtvolle Residenztheater (1750–53). //
Wenn man die ersteren als die Geburtsstätte des C.schen Rokoko bezeichnen darf und die Amalienburg als einen Höhepunkt, so ist das Residenztheater das reife Spätwerk dieses Meisters. //